Unternehmen verfügten noch nie über so viele Kundendaten wie heute. Zwischen CRM, Support-Tools, Marketingplattformen, Rechnungssoftware, E-Commerce-Lösungen und den verschiedenen Kommunikationskanälen häufen sich die Informationen in rasantem Tempo an. Doch trotz dieser Datenfülle tun sich viele Unternehmen nach wie vor schwer, sich einen klaren Überblick über ihre Kunden zu verschaffen.

Der Grund dafür ist einfach: Die Daten sind auf eine Vielzahl von Systemen verteilt, die nicht immer effizient miteinander kommunizieren. Jedes Team verfügt über seine eigene Informationsquelle, wodurch Silos entstehen, die die Qualität des Kundenerlebnisses und die betriebliche Leistung beeinträchtigen.

Wie lassen sich also alle verstreuten Kundendaten zentralisieren und eine wirklich einheitliche Sicht auf die Customer Journey schaffen?

Warum sind Kundendaten oft verstreut?

Die meisten Unternehmen haben ihr Technologie-Ökosystem im Laufe der Zeit aufgebaut. Der Vertrieb nutzt ein CRM-System, um Verkaufschancen und Kunden zu verwalten. Der Kundenservice arbeitet mit einer Ticket-Software. Die Marketingteams nutzen eine Automatisierungsplattform zur Verwaltung von Kampagnen. Die Finanzabteilungen setzen ein ERP-System ein, während Telefonate, E-Mails, SMS, Chats und soziale Medien über andere spezialisierte Tools verwaltet werden.

Jede Anwendung erfüllt einen bestimmten Zweck, speichert jedoch ihre eigenen Informationen. Nach und nach fragmentiert sich das Kundenwissen. Ein Teil der Historie befindet sich im CRM, ein anderer im Kontaktcenter, ein weiterer im Support-Tool oder auf der E-Commerce-Plattform.

Diese Fragmentierung erschwert die Arbeit der Teams erheblich. Die Berater müssen zwischen mehreren Anwendungen hin- und herwechseln, um den Kontext einer Anfrage zu verstehen. Den Vertriebsmitarbeitern fehlen manchmal wichtige Informationen, um ihre Kommunikation individuell anzupassen. Die Marketingverantwortlichen haben Schwierigkeiten, ihre Zielgruppen präzise zu segmentieren. Und die Kunden haben oft den Eindruck, bei jeder Interaktion dieselben Informationen wiederholen zu müssen.

Warum die Zentralisierung von Kundendaten unverzichtbar geworden ist

Die Erwartungen der Verbraucher haben sich grundlegend gewandelt. Heute erwarten Kunden von Unternehmen, dass sie sofort erkannt werden, unabhängig vom genutzten Kanal. Sie wünschen sich in jeder Phase ihrer Customer Journey ein nahtloses, konsistentes und personalisiertes Erlebnis.

Um diesen Erwartungen gerecht zu werden, müssen Unternehmen in der Lage sein, alle verfügbaren Informationen in einer einzigen Kundenansicht zusammenzuführen.

Diese Zentralisierung ermöglicht den Zugriff auf die vollständige Historie der Interaktionen, getätigte Käufe, frühere Supportanfragen, geäußerte Präferenzen und beobachtete Verhaltensweisen auf den verschiedenen Kanälen. Die Teams verfügen somit über ein umfassenderes Kundenwissen, das es ihnen ermöglicht, bessere Entscheidungen zu treffen und eine relevantere Betreuung anzubieten.

Über die Verbesserung des Kundenerlebnisses hinaus trägt die Zentralisierung der Daten auch dazu bei, die Produktivität der Teams zu steigern, Fehler durch manuelle Neueingaben zu reduzieren und die Qualität der Analysen und Berichte zu verbessern.

Aufbau einer 360°-Kundenansicht

Das Ziel einer Zentralisierungsstrategie besteht nicht einfach darin, alle Daten an einem einzigen Ort zu speichern. Es geht vor allem darum, eine einheitliche Sicht auf den Kunden zu schaffen.

Eine 360°-Kundensicht fasst alle relevanten Informationen zu einem Kontakt zusammen: seine Kontaktdaten, seine Kaufhistorie, seine Supportanfragen, seine Telefongespräche, seinen E-Mail-Verkehr, seine Interaktionen in sozialen Netzwerken sowie die verschiedenen Marketingmaßnahmen, denen er ausgesetzt war.

Dieser Ansatz ermöglicht es jedem Mitarbeiter, sofort auf zuverlässige, kontextbezogene und aktuelle Informationen zuzugreifen. Wenn ein Kunde das Unternehmen kontaktiert, verfügt der Mitarbeiter sofort über einen vollständigen Überblick über dessen Kundenverlauf, was sowohl die Bearbeitungsgeschwindigkeit als auch die Qualität der Antwort verbessert.

Systeme über APIs und Integrationen vernetzen

Der erste Schritt zur Zentralisierung besteht darin, die verschiedenen Tools des Unternehmens miteinander zu vernetzen.

Heutzutage bieten die meisten modernen Softwareprogramme APIs an, die den Datenaustausch in Echtzeit ermöglichen. Wenn ein Kunde den Kundenservice kontaktiert, können die Informationen zu dieser Interaktion automatisch im CRM gespeichert werden. Umgekehrt können bei der Erstellung einer Marketingkampagne Kundensegmente direkt aus der CRM-Datenbank abgerufen werden, ohne dass eine manuelle Bearbeitung erforderlich ist.

Dieser reibungslose Datenfluss sorgt dafür, dass die Informationen in allen Systemen auf dem neuesten Stand bleiben und gleichzeitig Duplikate sowie Eingabefehler vermieden werden.

Die fortschrittlichsten Unternehmen setzen mittlerweile auf offene Architekturen, die es ermöglichen, die verschiedenen im Alltag genutzten Tools problemlos miteinander zu verbinden, um ein kohärentes und skalierbares Ökosystem zu schaffen.

Kundenwissen zum richtigen Zeitpunkt bereitstellen

Die Zentralisierung von Daten ist nur dann sinnvoll, wenn die Informationen genau dann verfügbar sind, wenn sie benötigt werden.

Wenn ein Kunde den Kundenservice anruft, ist es entscheidend, dass der Berater sofort auf die relevanten Informationen zugreifen kann, ohne mehrere Suchvorgänge durchführen oder verschiedene Anwendungen öffnen zu müssen.

Aus diesem Grund entscheiden sich viele Unternehmen dafür, ihre Fachanwendungen direkt in ihre Plattform für das Interaktionsmanagement zu integrieren. Bei einem eingehenden Anruf kann so dank der Erkennung der Telefonnummer automatisch der Kundenstamm angezeigt werden. Der Mitarbeiter sieht sofort die Kommunikationshistorie, die letzten Bestellungen, laufende Vorfälle oder auch frühere Anfragen des Kunden.

Diese Kontextualisierung verbessert die Effizienz der Teams erheblich und reduziert gleichzeitig den Aufwand für den Kunden.

Der Aufstieg einheitlicher Kundendatenplattformen

Angesichts der zunehmenden Vielfalt an Datenquellen setzen viele Unternehmen heute auf Plattformen, die auf die Zentralisierung von Informationen ausgerichtet sind.

Customer Data Platforms (CDP) und einheitliche Datenplattformen ermöglichen es, Informationen aus allen Unternehmenssystemen zu konsolidieren, um eine einzige Quelle der Wahrheit zu schaffen.

Diese Plattformen erleichtern die Datenverwaltung, verbessern die Datenqualität und ermöglichen eine effizientere Nutzung der gesammelten Informationen. Sie bilden zudem eine wesentliche Grundlage für Projekte in den Bereichen fortgeschrittene Personalisierung, Marketingautomatisierung oder künstliche Intelligenz.

Mit einer konsolidierten und zuverlässigen Datenbank können Unternehmen ihre Kunden besser verstehen und fundiertere Entscheidungen treffen.

Wie künstliche Intelligenz die Datenzentralisierung beschleunigt

Künstliche Intelligenz spielt mittlerweile eine zentrale Rolle bei der Nutzung von Kundendaten.

Die fortschrittlichsten Lösungen sind in der Lage, Gespräche automatisch zu analysieren, Kontaktgründe zu identifizieren, Anzeichen von Unzufriedenheit zu erkennen und innerhalb weniger Sekunden verwertbare Zusammenfassungen zu erstellen.

KI ermöglicht zudem die Anreicherung von Kundenprofilen durch den Abgleich von Daten aus verschiedenen Quellen. So können Unternehmen Bedürfnisse besser vorhersehen, Geschäftsmöglichkeiten erkennen und bestimmte Maßnahmen mit hohem Mehrwert automatisieren.

Bei der Zentralisierung geht es also nicht mehr nur darum, Daten zusammenzuführen. Sie zielt nun darauf ab, diese Informationen in konkrete Empfehlungen umzuwandeln, die von den Teams sofort genutzt werden können.

Daten und Interaktionen vereinen, um ein Omnichannel-Erlebnis zu bieten

Das moderne Kundenerlebnis basiert auf einer nahtlosen Kontinuität zwischen den verschiedenen Kommunikationskanälen. Ein Kunde kann ein Gespräch per E-Mail beginnen, es telefonisch fortsetzen und seine Anfrage schließlich über den Chat oder WhatsApp abschließen.

Um diese Kontinuität zu gewährleisten, ist es unerlässlich, nicht nur die Kundendaten, sondern auch alle Interaktionen zu zentralisieren.

Eine Omnichannel-Plattform ermöglicht es, den gesamten Austausch in einem einzigen Verlauf zusammenzufassen. Jede neue Interaktion bereichert das Kundenwissen und bietet den Beratern einen umfassenden Überblick über den Kontext.

Dieser Ansatz fördert flüssigere Kundenwege, reduziert Wiederholungen und verbessert die Kundenzufriedenheit erheblich.

Wie Diabolocom bei der Zentralisierung von Kundendaten hilft

Die Zentralisierung von Kundendaten erfordert eine Plattform, die in der Lage ist, die verschiedenen Systeme des Unternehmens miteinander zu verbinden und gleichzeitig die Interaktionen über alle Kanäle hinweg zu vereinheitlichen.

Dank seiner offenen APIs und zahlreicher Integrationen mit den wichtigsten CRM-Systemen auf dem Markt ermöglicht Diabolocom die Synchronisierung von Daten zwischen Vertriebs-, Marketing- und Kundendienstteams. Die bei Anrufen, E-Mails, SMS oder digitalen Gesprächen gesammelten Informationen werden automatisch dem richtigen Kundenprofil zugeordnet und sind in Echtzeit abrufbar.

Die Berater verfügen so bei jeder Interaktion über einen vollständigen Überblick über die Customer Journey. Diese Vereinheitlichung von Daten und Interaktionen ermöglicht nicht nur eine Verbesserung des Kundenerlebnisses, sondern auch eine Optimierung der Produktivität der Teams und der Qualität der täglich getroffenen Entscheidungen.

Fazit

Da Unternehmen immer mehr Tools und Kommunikationskanäle einsetzen, wird die Zentralisierung von Kundendaten zu einer strategischen Herausforderung. Unternehmen, denen es gelingt, Informationssilos zu beseitigen, profitieren von einer besseren Kundenkenntnis, einem personalisierteren Kundenerlebnis und einer gesteigerten betrieblichen Effizienz.

Der Aufbau einer 360°-Kundensicht, die Vernetzung von Systemen über offene Integrationen, die Vereinheitlichung der Omnichannel-Interaktionen und der Einsatz künstlicher Intelligenz bilden heute die Grundlagen einer erfolgreichen Kundenbeziehungsstrategie.

Die Zentralisierung von Daten ist nicht mehr nur ein technologisches Projekt. Sie ist mittlerweile ein wesentlicher Hebel für Wachstum, Kundenbindung und Differenzierung.

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Geschrieben von Diabolocom |

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